Die Misshandlungen
Meine Kindheit und Jugend ist stark geprägt von Gewaltexzessen, Prügel zur Unrecht erhalten, in späteren Jahren kamen emotionale Erpressungen hinzu - auf eine aufrichtige Entschuldigung warte ich leider vergeblich bis heute. Die Entschuldigung, "ich war überfordert" kommt für mich weder ehrlich noch von Herzen rüber. Ich soll darüber schweigen denn es ist schon lange her, aber ich habe lange genug geschwiegen und erhebe nun meine Stimme. Das Thema ist nicht täglich präsent, wenn jedoch am gleichen Tisch erzählt wird dass es nie so war, mein Körper aber oft von blauen Flecken übersät war und ich mit Schmerzen in meinem Bett versuchte zur Ruhe zu kommen, dann weiß ich zu 1000%, dass ich mir diese Misshandlungen nicht eingebildet habe. Sie sind passiert und ich habe ein Recht, mein Recht darüber zu reden und den Mund lasse ich mir nicht mehr verbieten. Ich habe eine Stimme und die möchte gehört werden.
Mein Schulalltag mit Mobbing
Mobbing zog sich durch meine Schulzeit bis zum Abschluss der mittleren Reife 1993. Zunächst waren es Hänseleien, weil wir vier Mädchen zu Hause waren, üble Beschimpfungen, bis hin zu Meidungsverhalten durch die Mitschüler, Beleidigungen und diverse strafbare Delikte gegen mich und meinen Körper in Klammer zum Beispiel mein haupthaar angezündet
Die Täter, (meine Mitschüler)
wurden nie strafrechtlich belangt. es gab einen Klassenbucheintrag für Fehlverhalten, aber ansonsten nicht wirklich irgendwelche Maßnahmen von Lehrerseite aus. Ein eigens für mich und meine Schwester ausgerichtet da elternabend landete in einem disaster Punkt es war weniger eine Aussprache über Probleme die in der Klassengemeinschaft bestanden, sondern eher eine zur schaustellung und Präsentation der Opfer, nun nicht nur den Mitschülern gegenüber, sondern auch deren Eltern
Der Lauftrainer
der eingefügte Link führt zum Artikel des Schwarzwälder Boten.
Presse, Fernsehteam, Radio - waren 2010 bei Gericht anwesend, wir waren aber nicht bereit, Interviews zu geben
Weitere Details möchte ich aktuell dazu nicht veröffentlichen, da ich das überlebt und mit meiner Traumatherapeutin gut auf- und abgearbeitet habe.
Der Musikkollege R.M.
Er war im gleichen Musikverein u. hatte sich wohl in mich verguckt.
Wie üblich liefen wir jeden Freitag nach der Probe gemeinsam nach Hause.
Wir, das waren meine Schwester u. drei Jungs aus dem Ort. Unter anderem er.
Dann kam der besagte Tag im November 1991, der sich „festgefressen“ hat:
R. st an diesem Tag „durchgedreht“.
Auf dem Weg nach Hause gestand er mir, dass er sich in mich verknallt hatte. Er fragte mich, ob ich mit ihm gehen will.
Diese Frage verneinte ich.
Jetzt rastete er völlig aus:
er schmiss mich auf den Boden u. zerrte mich auf der matschigen Wiese hin u. her. Ich schrie herum. Der ganze Ort hätte es hören müssen...
aber noch nicht mal meine Schwester u. die beiden anderen Jungs störten sich daran, obwohl sei nur einige Meter entfernt auf einer Bank saßen.
Ich schrie um Hilfe, denn ich kämpfte mehr oder weniger um mein Leben, aber keinen hat es interessiert....
Ich höre meine Schwester noch sagen: Helft ihr doch bitte, der soll sie in Ruhe lassen...
aber von dem Ältesten aus der Truppe kommt nur : „ jetzt laßt ihm doch auch mal seinen Spaß“. Ich könnte heute noch „kotzen“, wenn ich die Typen sehe....
Nachdem er mir dann den Mund u. Hals so fest zugedrückt hatte, das mir die Luft wegblieb, hat immer wieder meinen Kopf auf den Boden geschlagen, dann hat er ca. eine halbe Stunde versucht, mich zu vergewaltigen.
Hat mir immer wieder die Hose herunter gezogen, sich auf mich gelegt u. sich an mich gepreßt...
das Schnaufen von ihm wie so ein „geiler Hengst“, werde ich wohl nicht mehr vergessen.
Kam mir vor wie Freiwild....
Er hat sich dann so lange an meinem Körper gerieben, bis er seinen Höhepunkt hatte....
Danach konnten wir den Heimweg fortsetzen. Bin mehrfach umgekippt, da ich von den Schlägen vermutlich ne Gehirnerschütterung hatte.
Mehrfach hatte er mich an den Haaren gepackt u. gewürgt, dabei meinen Kopf auf den Boden geschlagen, damit ich ruhig bin....
Zu Hause angekommen gab es dann Ärger, weil wir 2 Stunden Verspätung hatte.
Ich hab dann erzählt, was passiert war. Meine Klamotten konnte man wegschmeißen, so verdreckt waren sie.
Das ganze wurde dann unter Müttern geregelt.
Ein Anruf, da man sich kannte u. nicht für viel Aufsehen sorgen wollte.
Er bekam den Hintern versohlt, sollte sich bei mir entschuldigen u. das Thema war erledigt...
für mich ist es das bis heute noch nicht.....
Später gab es bei ihm eine Durchsuchung. Ich verweigerte mit dem Bemerken "ich habe einen sexuellen Übergriff durch ihn ertragen müssen"
Als mein Kollege zurück kam, meinte er "der war jetzt aber nett, auch seine Frau" 😡😡😡🤬 Das bringt mir nichts außer weiteren Hass und Wut
Mister Y. hat mich den Beruf gekostet und mein Leben ruiniert
Am 20.10. 22 hat mich meine Tochter von der Arbeit abgeholt. Als wir an einer roten Ampel
standen, stand ein Fußgänger auf dem Gehweg rechts, dazwischen noch zwei Fahrbahnen mit Pkw, ebenfalls an der Ampel wartend.
Da mittags eine Fahndung nach
Einbrechern rum ging, wo auffällige Schuhe gesucht wurden, hab ich mir den Menschen mit knallroten Turnschuhen von
oben nach unten angesehen. Als ich dann wieder nach vorne schaute, kam der Typ ans Auto,
hat mich übelst, aggressiv angeschrien, mehrfach aufs Auto geschlagen/geboxt und versucht, die Tür aufzureißen. Mich dabei wutentbrannt durch die Scheibe angesehen.
Ich habe von
innen dagegen gehalten und meine Tochter angebrüllt, dass sie die Tür verriegeln soll. Ihre
Worte, dass die Tür immer verriegelt ist, kamen bei mir nicht mehr an. Da ich meinerseits verriegeln wollte bediente ich immer wieder den elektronischen Fensterheber, so dass zeitweise direkter Kontakt zu dem Mann bestand. Ich hatte noch nie im Leben solche Todesangst, wie in diesem Moment.
Ich kannte diese Person nicht, wusste aber von Vorkommnissen, dass eine Person in Singen,
oft mit Messer, unterwegs ist, der ein massives Problem mit Frauen hat. Es hat sich dann
später beim Abgleich der Bilder rausgestellt, dass er es war.
Ich hatte Todesangst und eine Panikattacke. Als ich mich einigermaßen gefangen hatte, hab
ich einen Kollegen angerufen, der meine Vergangenheit kennt. Er hat dann auf der Schicht
Bescheid gegeben. Die haben ihn aber im Rahmen ihrer Fahndung nicht mehr gefunden.
Seit diesem Vorfall hatte ich Angste und konnte meinen Weg von und zur Arbeit nur mit
Telefonjoker bewältigen.
07.11.2022 → weiterer Vorfall Y. gegen eine Frau
Ich war zum Zeitpunkt des Einsatzes im 5. OG in der Kantine zur Mittagspause, hatte bis dato nur mitbekommen, dass 4 Streifenwägen mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs waren.
Als ich die Treppe zu meiner Einheit hinuterkam, wartete bereits ein Kollege auf mich. Er sagte sinngemäß „Dein Freund sitzt im Verwahrraum, kannst zu ihm....ich stehe auch hinter dir). Da ich nicht richtig verstand, fragte ich nach, welcher Freund. Hierauf erzählte er mir von dem Vorfall in allen Einzelheiten
Ich saß danach zitternd und weinend im Büro, habe freiwillig meinen Dienst um eine Stunde verlängert, aus Angst, an dem Beschuldigten vorbei zu müssen. Mit dem Gedanke, dass er es am 20.10.22 nicht geschafft hat, die Tür zu öffnen und dass ich bei der nächsten Begegnung fällig bin.
Nach ca. 30 Minuten kam mein direkter Vorgesetzter und fragte, ob ich mitbekommen habe, wer gerade da sei und welcher Fall bearbeitet wird. Ich sagte ihm, dass es mir mit dem Wissen schlecht geht und dass ich durch den Wind bin. Hierauf kam sein Kommentar: „Dieser Fall hat doch jetzt rein gar nichts mit dir zu tun. Da musst du jetzt einfach mal privates und dienstliches Trennen“
Das hat mich so dermaßen runter gezogen, aber ich hab trotzdem brav im Büro
meine Arbeit erledigt, obwohl ich am Anschlag war.
Zwei Tage später dann auf dem Weg zum Dienst eine weitere Panikattacke.
Auf dem Weg zur Arbeit kam
dann wieder ein Typ über die Straße an mein Auto gerannt, da es dunkel war und er dunkel
gekleidet war, hab ich den erst gesehen, als er kurz vor meiner Motorhaube war, konnte gerade
noch bremsen. Er hat auf meine Motorhaube geschlagen, weil ich ihn fast über den Haufen gefahren hatte.
Hab dadurch eine Panikattacke entwickelt, da es in der Nähe vom Revier war
konnte ich noch einparken, bin dann aber im Büro zusammen gesackt. Hilfe mit Papiertüte
kam auf Anforderung und ich habe dann meinen Dienst abgebrochen.
Mein Zustand wurde immer schlimmer. Keine Sozialkontakte im real life, schlimme
Panikattacken und Flashbacks. Dauerstress und dazu üble Symptome.
Fau Polizeiarztin hat mich dann in Psychosomat. REHA geschickt da war ich von
18.1. Bi15.3.3.2023 in Isny.
Was soll ich sagen, da gab es so viele Trigger, dass ich heftige Panikattacken, Dissoziationen
(die ich bis dahin so nicht kannte) und häufig Flashbacks hatte, wo sich auch Mord und Totschlag wieder zeigten, bei denen ich für den ersten Angriff dienstlich am Tatort war.
Da ich nicht stabil war, bin ich in noch schlimmeren Zustand nach Hause gekommen, als ich in Reha bin. Aber ich bin dankbar, dass ich die extremen Auswirkungen in der Klinik hatte, zu Hause wäre ich verloren gewesen.
Dazu eine schwere Depression. Hatte oft Suizidgedanken, aber beim Gedanken an meine
Kinder konnte ich diese unterdrücken.
Frau Polizeiarztin hatte mal angedacht, dass ich ab November 23 Wiedereingliederung mache,
aber ich musste mich um einen Therapieplatz bemühen, konnte dann erst im Juni 2023 mit der
Traumatherapie beginnen. Es gab keine freien Plätze. Teilweise keine Chance auf Aufnahme, Wartezeit über 2 Jahre.
Meine Traumatherapeutin kenne ich aufgrund Therapie 2010 bis 2012. Sie stimmte gleich zu, sich meiner anzunehmen.
Meine Trigger sind Menschen, Klopfgeräusche und Martinshorn.
Ich weiß nicht, wo es endet, aber wir begannen uns darüber Gedanken zu machen, ob
Berentung eine Option ist.
Im Moment wweß ich nicht, wo ich stehe. Schlechte Gefühle sind präsent die guten sind
tot,wachen aber so langsam durch mein Enkelchen wieder auf und die Ruhe in der Natur tut
mir sehr gut.
Ich sollte im Juli 24 Wiedereingliederung machen, aber war noch nicht stabil. So langsam
konnte ich da wieder am Leben teilhaben, aber Arbeit war in diesem Moment nicht denkbar.
Es ist gerade etwas schwierig für mich, hier klare Gedanken zu fassen.
Zwischendurch falle ich dann ins schwarze Loch und hocke einfach nur heulend rum, weil ich
mir so schwach vorkomme. Aber gehen lassen will ich mich auch nicht.
Ich leide seit 2010 an einer Posttraumatischen Belastungsstorung, hatte es aber so gut wie
im Griff. Hin und wieder mal Trigger, aber so heftig, wie die Zeit nach dem Überfall war es schon lange nicht mehr
Hinzu kam, dass sich innerhalb kurzer Zeit 4 Kollegen (3 im aktiven Dienst, einer seit nem
Jahr in Rente) suizidiert haben. Der letzte bei uns auf der Dienststelle
Das wirbelte zusätzlich so auf, dass mir nur noch zum Heulen zu Mute war
Wiedereingliederung von Dezember 2024 bis Mai 2025 - mein Zustand hat sich von Tag zu Tag verschlechtert, so dass ich das abbrechen musste. Meiner Gesundheit zu Liebe