
Rückzug
Soziale Isolation aufgrund psychischer Erkrankungen bedeutet, dass Betroffene den Kontakt zu anderen Menschen stark reduzieren oder ganz vermeiden (objektiver Mangel an sozialen Kontakten). Es ist ein Zustand, der oft charakteristisch für viele psychische Erkrankungen ist und dazu führen kann, dass sich die Betroffenen in Einsamkeit zurückziehen.
🎭 Was dahinter steckt:
- Vermeidungsverhalten: Oft ist die Isolation eine Abwehrmaßnahme gegen die Überforderung mit sozialen Situationen. Die Betroffenen fühlen sich den Anforderungen oder möglichen Bewertungen durch andere nicht gewachsen und vermeiden daher soziale Interaktionen.
- Angst und Stigmatisierung: Bei Erkrankungen wie der Sozialen Phobie steht die Angst vor Bewertung und Ablehnung im Vordergrund. Aber auch die Stigmatisierung durch das Umfeld kann dazu führen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen aktiv ausgegrenzt werden oder sich zurückziehen, um dies zu vermeiden.
- Krankheitsbedingte Aspekte: Bei schweren psychischen Erkrankungen (z. B. Schizophrenie) können Defizite in der sozialen Wahrnehmung, Motivation und im Verhalten der Patienten zur Abkopplung beitragen.
📉 Mögliche Folgen der Isolation:
Soziale Isolation und das oft damit verbundene Gefühl der Einsamkeit (das subjektive Gefühl, weniger soziale Bindungen zu haben, als man sich wünscht) können einen Teufelskreis in Gang setzen und die psychischen Beschwerden verstärken, aber auch erhebliche körperliche Auswirkungen haben:
- Psychische Folgen:
- Verstärkung von Depressionen und Angststörungen (kann sowohl Ursache als auch Folge sein).
- Anhaltende Niedergeschlagenheit, innere Leere, Verlust von Interesse und Freude.
- Erhöhtes Risiko für Suizidalität und Substanzabhängigkeiten.
- Körperliche Folgen:
- Chronisch erhöhter Stress (erhöhte Produktion von Stresshormonen wie Cortisol).
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall).
- Schwächung des Immunsystems, was anfälliger für Infektionen macht.
- Körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache gefunden wird.
Zusammenfassend ist es ein Zustand, bei dem das Fehlen von zwischenmenschlichem Austausch und sozialer Unterstützung die psychische und physische Gesundheit massiv beeinträchtigen kann und oft eine Folge der eigentlichen psychischen Erkrankung ist.
Mein Fazit: Jeder Mensch hat das Grundbedürfnis nach Freiheit. Entscheidungen treffen, die gut tun und auch mal nicht zu einer Familienfeier oder Betriebsfeier gehen, machen dich nicht zu einem schlechten Menschen. Sorge gut für dich selbst, erst danach sind die anderen dran.